Britisch-Kurzhaar-Rassekatzen


     

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die Entwicklung der Kitten in den ersten Lebenswochen ein wenig näherbringen. Diese Zeit haben Sie als Käufer leider verpasst, und so können Sie dennoch ein wenig teilhaben an dem, was sich in der Kinderstube so getan hat.


Etwa 65 Tage nach dem Decktermin kommen die Kitten zur Welt. Sie haben ca. die Größe einer Maus (100 g) und können sich nur robbend fortbewegen. Auch sind sie noch völlig blind und taub. Dafür können sie aber bereits sehr gut riechen, und so krabbeln sie sofort nach der Geburt an die Zitzen ihrer Mutter, wo es in den ersten zwei Tagen die so wichtige Kolostralmilch gibt. Jedes Baby sucht sich seine eigene Zitze, an der es von nun an bevorzugt trinken wird. Fauchen und Fiepen funktioniert schon ganz gut. Alle Geschwisterchen liegen ständig dicht beieinander. Die Kleinen sind noch nicht fähig, ihren eigenen Temperaturhaushalt zu regulieren. Würden sie jetzt auskühlen, könnten sie in dieser Lebensphase noch daran sterben. Also spenden sie sich gegenseitig Wärme. Die Mutter tut das Ihrige dazu und verlässt die Wurfkiste nur für wenige Augenblicke.

 

Eine Woche später hat sich das Geburtsgewicht schon verdoppelt. Die Aktivitäten beschränken sich auf trinken und schlafen. Ab dem vierten Tag können die Kleinen schnurren, ab dem fünften Tag beginnen sie zu hören. Die Nabelschnur ist eingetrocknet und wird bald abfallen. Außerdem werden die ersten echten Krabbelversuche unternommen.

So um den 8. Tag herum beginnen sich langsam die Augen zu öffnen. Die Kitten können damit aber noch nicht wirklich sehen. Deshalb wirkt es oft, als würden sie schielen. Die Sehfähigkeit entwickelt sich sehr langsam, noch nehmen sie ihre Umwelt nur schemenhaft wahr. Sie unternehmen die ersten unbeholfenen Putzversuche. Ihre Bewegungen werden immer koordinierter, sie nehmen ihre Wurfgeschwister bewusster wahr, und in den kurzen wachen Phasen spielen sie auch schon miteinander.

 

Es sind fast 3 Wochen vergangen. Die Kitten werden nun langsam immer mobiler. Zuerst heben sie nur das Köpfchen, dann können sie bald Sitzen. Ihre einzige Fortbewegungsmöglichkeit ist allerding immer noch das Robben.

Mit etwa vier Wochen kennt ihre Entdeckungslust keine Grenzen mehr. Die Mutigsten versuchen ständig aus der Wurfkiste zu krabbeln, und die erste von ihnen hat es auch bald geschafft. Sie ziehen um in ein weiches Körbchen ohne hohe Seitenwände. Von nun an erkunden sie die Welt und sind durch nichts mehr aufzuhalten. Mama und Züchterfamilie haben gut zu tun, um die Rasselbande zu beaufsichtigen. 

Ihre ersten Steh- und Laufversuche sind noch sehr unbeholfen, ständig schwanken sie und fallen um. Aber ihre motorischen Fähigkeiten bessern sich von Tag zu Tag, und bald schon sind sie sehr sicher auf ihren kleinen Beinchen. Sobald sie die Wurfkiste verlassen können, fangen sie an feste Nahrung zu sich zu nehmen und gehen auch selbstständig auf die Katzentoilette. Ihre Mama überwacht das Ganze und vergewissert sich, dass auch alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt wird.

Mit Vollendung der fünften Woche haben sie ihren ersten Fototermin für Verkaufsfotos. Dabei flitzen sie wild durch die Gegend und sind kaum zu bändigen. Sie haben keine Hemmungen mehr, vom Sofa herunter zu springen. Alle wichtigen motorischen und sensorischen Fähigkeiten sind bereits ausgebildet und müssen nur noch durch ständiges Üben verbessert werden. Der Anteil an fester Nahrung wird immer größer, das Milchgebiss ist vollständig durchgebrochen. Alles wird angeknabbert und probiert- die orale Phase eben-, ganz wie bei einem Menschenkind.

Es ist für die weitere Entwicklung der Kitten sehr wichtig, dass sie noch einige Wochen bei ihren Geschwisterchen und ihrer Mutter verbleiben, da sonst schwere Verhaltensstörungen entstehen können. Sie toben und spielen ausgelassen zusammen, Mama beaufsichtigt das Treiben und bringt ihnen die Katzensprache bei. Die kurzen Spielphasen werden nur von deutlich längeren Schlafphasen unterbrochen. Sie befinden sich nun in der wichtigen Sozialisierungs- und Prägungsphase. Erste Charakterunterschiede werden bereits in diesem zarten Alter deutlich. 

           

Mit 8 Wochen sind alle schon zu richtigen kleinen Katzenschönheiten herangereift. Man kann schon jetzt erahnen, wie sie als ausgewachsene Katzen einmal aussehen werden. Die Augenfarbe beginnt sich langsam auszuprägen; das Babyblau ist längst verschwindet, und die endgültige Farbe entwickelt sich. Bis zur vollen Ausprägung der Farbintensität können allerdings noch mehre Monate vergehen. Es wird viel gespielt und nur noch wenig geschlafen. Selbst der deckenhohe Kratzbaum stellt nun kein Hindernis mehr für sie dar.

So langsam ist es auch an der Zeit für den ersten Impftermin. Da das Immunsystem - genau wie die Kleinen - erst in den Kinderschuhen steckt, ist es für eine gute Immunantwort empfehlenswert, etwas später, also eher mit der 10. Woche, zu impfen. Bei dieser Gelegenheit wird auch gleich der Chip gesetzt, um die Kitten für ihr gesamtes weiteres Leben zu kennzeichnen. Eine eindeutige Identifizierung und auch ein evtl. notwendiges Auffinden des Tieres durch TASSO wird dadurch erst ermöglicht.

 

Im Alter von 10 Wochen haben die kleinen Wollknäule schon den gesamten Haushalt erobert und auf den Kopf gestellt. Wie bei allen Kitten kennen ihre Neugier und auch ihr gesunder Appetit nun keine Grenzen mehr.Ganz nebenbei nuckeln sie auch immer noch gerne an Mamas Milchbar und lassen sich von dieser liebevoll umsorgen.


Mit etwa 13 Wochen sind sie dann soweit, ihre Mutter zu verlassen und den Start ins Leben zu wagen. Ihre Augen haben die volle Sehkraft erreicht. Sie haben die zweite Impfung bekommen und sind weitgehend selbstständig. Das Immunsystem der Kitten ist immer noch nicht vollständig ausgereift. Darum sollten die neuen Besitzer in der ersten Zeit im neuen Zuhause noch etwas Vorsicht walten lassen.