Britisch-Kurzhaar-Rassekatzen


Katzen sind wahre Meister darin, Erkrankungen zu verbergen. Sie zeigen häufig erst Symptome, wenn es ihnen schon relativ schlecht geht. Auffällig sind dann oft Müdigkeit, Appetit-oder Teilnahmslosigkeit, Spielunlust, Verkriechen, Unsauberkeit etc.. 

Sie als Katzenhalter sind gefordert, diese zu erkennen und vorerst zu bewerten. Darum sollten Sie sich zu allererst mit Folgendem vertraut machen. 

  Vitalparameter:


Puls: 110-140 Schläge/min        

Er wird an der Innenseite der Oberschenkel gemessen.

Atmung: 20-30/ min                

Sie ist leicht am Heben und Senken des Brustkorbes zu erkennen.

Temperatur: 38,0°C-39,2°C      

Sie wird rektal mit einem gut eingefetteten Fieberthermometer gemessen.


Sie sollten sich schon an der Erhebung dieser Werte üben, wenn die Katze noch gesund ist. So fällt es später leichter, einen Unterschied zu erkennen. Rechnen Sie aber speziell beim Fiebermessen mit Gegenwehr.


Impfung:

Gehen Sie mit Ihrer Katze regelmäßig einmal im Jahr zur Impfung. Dies ist auch bei reinen Wohnungskatzen nötig. Wir empfehlen die Immunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Weitere Impfungen sind nicht immer sinnvoll. 


 Kastration:

Bereits mit 5-6 Monaten können Kätzinnen rollig werden. Das anhaltende Geschrei wird Ihnen den Nachtschlaf rauben.  Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wann der richtige Zeitpunkt für eine Kastration gekommen ist. 

Wichtig ist: Niemals WÄHREND der Rolligkeit kastrieren.

Auch Kater sollten dringend kastriert werden, da sie sonst dazu übergehen, ihr Revier zu markieren. Die Geschlechtsreife tritt hier etwa mit 6 Monaten ein. Der Eingriff sollte aber vorher erfolgen.

Und keine Angst: Sowohl Katze als auch Kater verkraften die OP problemlos. Bereits am nächsten Tag sind sie wieder völlig fit.

Parasiten:

Im ersten Jahr empfehlen wir, die Kitten etwa alle drei Monate zu entwurmen. Danach ist eine einmalige Entwurmung pro Jahr meist ausreichend. Grundsätzlich sollte das Präparat gewechselt werden, weil sich bei Würmern Resistenzen bilden. Nach Flohbefall muss zwingend eine Entwurmung erfolgen, da diese Wurmlarven übertragen können.

Sollte sich einmal ein Floh eingeschlichen haben, benutzen Sie bitte keine Flohhalsbänder oder Präparat aus dem Supermarkt. Diese sind viel zu giftig- auch für Ihre Kinder! Besorgen Sie sich lieber ein Spot-on-Präparat bei Ihrem Tierarzt. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass FRONTLINE nicht mehr gut wirksam ist. Solle es einmal nötig sein, benutzen wir ADVANTAGE oder STRONGHOLD (dies ist auch gleichzeitig eine Wurmkur). Verwenden Sie niemals Flohmittel für Hunde, diese können den Wirkstoff Permithrin enthalten, der für Katzen tödlich sein kann.


 Zähne:

Das Milchgebiss einer Katze umfasst 26 Zähne und ist mit etwa 4 Wochen ausgebildet. Der Zahnwechsel erfolgt dann in der Regel zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat. Das bleibende Gebiss umfasst 30 Zähne. Zuerst ausfallen werden später zumeist die Eckzähne, ab einem Alter von ca. 10 Jahren. Viele Katzen leiden unter leichten, chronischen Zahnfleischentzündungen, hier kann das Trockenfutter von IAMS versucht werden. Es enthält einen Dental-Care-Komplex, der manchmal eine Besserung bewirkt, es muss aber mindestens über einen Zeitraum von drei Monaten gegeben werden.